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Häufig gestellte Fragen
1. Ab wann kann man mit
dem Säuglingsschwimmen beginnen?
In der Literatur wird ein Beginn im dritten Lebensmonat empfohlen. Man kann
dieses Alter allerdings nicht pauschal empfehlen. Das Kind sollte über einige
entwicklungsbedingte Voraussetzungen verfügen. So ist es hilfreich, wenn das
Baby sich nicht mehr so schnell von Geräuschen erschrecken lässt. Kann das
Baby seinen Kopf in der Bauchlage schon besser halten, ist es für die Eltern
einfacher, das Kind sicher im Wasser zu halten. Handelt es sich um ein Zweit-
oder Drittgeborenes Kind oder haben Sie mit dem Baby schon viel unternommen,
dann hat das Baby wahrscheinlich weniger Probleme mit der Reizaufnahme.
Sollten Sie unsicher sein, beraten wir sie gerne oder Sie informieren sich
bei Ihrem Kinderarzt.
2. Ziele des
"Säuglingsschwimmens"?
Das Babyschwimmen verfolgt mehrere Ziele.
Durch die fehlende Schwerkraft im Wasser kann das Baby seine Extremitäten
wesentlich leichter bewegen und schult so seine gesamte Motorik und
Körperkontrolle. Die physikalischen Eigenschaften des Wassers sorgen für eine
Stimulation von verschiedenen Rezeptoren. Der physikalische Druck des Wassers
fördert die Atemfunktion. Der Massageeffekt des Wassers führt zu einer
Stimulation der taktilen Wahrnehmung (Babys nehmen besonders viele Reize über
den Tastsinn ihrer Haut auf). Der abwechselnde Reiz der Wassertemperatur
fördert die Abwehrkräfte eines Babys. Auf den Händen der Eltern oder durch
den Einsatz von Schwimmhilfen balanciert das Baby sein Gleichgewicht. Der
intensive Kontakt der Eltern und des Babys im Wasser fördert die emotionale
Bindung. Das Baby wird spielerisch mit dem Element Wasser vertraut und lässt
keine Wassserängste entstehen. Babys haben keine angeborene Angst vor dem
Wasser!
3. Können Säuglinge und
Kleinkinder schwimmen lernen?
Nein, aber die Bezeichnung "Babyschwimmen" hat sich etabliert.
Säuglinge führen in den ersten Lebenswochen mit ihren Beinen automatisch
Schwimmbewegungen aus, wenn man sie sanft in Bauchlage auf das Wasser legt.
Diese reflexartigen Schwimmbewegungen erfolgen in der Luft wesentlich
unregelmäßiger und nicht so rhythmisch. Etwa mit 4 -5 Monaten verschwinden
diese reflektorischen Bewegungen und die Babys versuchen mehr oder weniger
bewusst kontrollierte Strampelbewegungen.
4. Können Frühgeborene
auch am Babyschwimmen teilnehmen?
Ja, selbstverständlich. Gerade für Frühgeborene ist das Element Wasser eine
Therapie. Auch hier sollten bestimmte entwicklungsbedingte Voraussetzungen
gegeben sein. Manche Frühgeborene frieren schneller und müssen gerade am
Anfang schon mal eher das Wasser verlassen. Sagen Sie mir, sofern das Kind
mehr als zwei Wochen zu früh geboren wurde, damit wir dies bei der
Übungsauswahl berücksichtigen können.
5. Was ist zu den
einzelnen Schwimmstunden mitzubringen?
- Badebekleidung für Kind (Schwimmwindel oder
Frotteehose) und Eltern
- Badeschuhe für die Eltern
- Handtücher
- eventuell. Haarföhn (Steckdosen vorhanden)
- Windel und Ersatzwindel
- für Kinder die schon laufen können Badeschuhe
- Essen und Trinken
- Mütze
- Körperpflege
6. Was ist vor der
ersten Schwimmstunde zu beachten?
Das Kind sollte beim Baden langsam an die bevorstehende Wassertemperatur von
32°C gewöhnt werden - stufenweise das Badewasser herunterkühlen. Von Vorteil
wären auch Aufenthalte mit einem Elternteil in der großen Badewanne.
Am Tage des Schwimmtages sollte das Kind nicht am Körper eingecremt werden,
damit es besser im Wasser zu halten ist.
7. Brauche ich ein
ärztliches Attest?
Nein.
Bei einem unauffälligen, normal entwickelten Kind (U3 ohne Befund) ist das
völlig überflüssig, da nichts gegen einen Wasserkurs spricht. Das Wasser
sollte eine Mindesttemperatur von 32°C haben. Sollten Sie unsicher sein, beraten
wir sie gerne oder Sie informieren sich bei Ihrem Arzt. Auch
"Problemkinder" können öfter schwimmen, als man annimmt, aber immer
bitte nur nach Absprache und es ist wichtig die jeweilige Kursleiterin darauf
aufmerksam zu machen.
8. Wie schädlich ist das
Chlor im Schwimmbadwasser für die Babys?
Um das Wasser bakterienarm zu halten, muss das Wasser gechlort sein. Jedes
Bad hat sich an strenge Richtlinien zu halten, die gesetzlich vorgeschrieben
sind und deren Einhaltung unter anderem auch durch die zuständigen
Gesundheitsämter strengstens überwacht werden. Wir sind ausschließlich in
kleinen Bädern, die der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung stehen und haben
eine sehr viel niedrigere Frequentierung als öffentliche Hallenbäder. Je
geringer die Besucherzahl, desto geringer die Wasserbelastung, desto geringer
das aktivierte Chlor. In wenigen Fällen treten bei Babys Chlorallergien auf.
Ich empfehle allen Eltern nach dem Wasseraufenthalt das Baby abzuduschen und
besonders bei trockener Haut einzucremen.
9. Wie lange
nach einer Impfung muss ich warten, bis ich wieder zum Babyschwimmen kommen
kann?
Zu
diesem Thema gibt es unterschiedliche Haltungen. Wir empfehlen, erst am 4ten
Tag nach der Impfung wieder ins Schwimmbad zu gehen. So kann der mit
Impfstoffen konfrontierte Organismus des Babys sich erst mal damit
auseinandersetzen. Würde noch eine Schwimmstunde dazu kommen, könnte das für
den ohnehin schon angestrengten Körper einfach zu viel werden. Manche Kinder
entwickeln aber auch erst Wochen später Impfreaktionen. Hier eine für jedes
Kind zutreffende allgemeine Aussage zu machen, ist nicht möglich. Sie als
Eltern kennen ihr Kind am besten und ich empfehle Ihnen in diesem Punkt nach
Ihrem Gefühl zu gehen und darauf zu vertrauen, dass Sie die richtige Entscheidung
treffen. Doch den Impftermin nach einer Schwimmstunde und nicht unmittelbar
davor zu legen, ist sicher empfehlenswert, schon allein wegen der Aufregung.
Die Erfahrung zeigt auch, dass sich Mütter/Eltern nicht gleich mit jedem von
der Sprechstunde vorgeschlagenen Termin zufrieden geben muss. Es ist Schade,
eine Wasserstunde zu verpassen und es lohnt sich auf Kooperation bei der
Terminabsprache zu bestehen.
10. Können beide
Elternteile am Schwimmen teilnehmen?
Ja, es können beide Elternteile zum Schwimmen kommen, aber normalerweise nur
ein Elternteil mit dem Kind ins Wasser gehen. Da ich bewusst nur kleine
Gruppen beim Babyschwimmen einteile, möchte ich, dass nur maximal 8
Erwachsene + eine Kursleitung ins Schwimmbecken gehen. 17 Personen ( 8
Elternpaare + Kursleitung) wären für viele Kinder eine Überforderung. Zu
viele Personen behindern auch die Überschaubarkeit für die Kursleitung. Zudem
ist der Platz in den Becken sonst zu eng und die Lautstärke erhöht sich bei
weiteren Personen. Die Eltern können sich gerne von Termin zu Termin mit
ihrem Baby abwechseln. Einige Eltern, die zu zweit kommen, schätzen es, dass
der zuschauende Elternteil das Baby anschließend anzieht, während das andere
Elternteil sich selbst umkleidet. Sofern nicht alle Teilnehmer in ihrer
Gruppe anwesend sind, habe ich nichts dagegen, wenn ein Kind mit beiden
Eltern ins Wasser geht.
11. Kann ich mit
Zwillingen teilnehmen?
Am besten wäre es natürlich, wenn Mutter und Vater zum Säuglingsschwimmen
gingen. Ist es dem Vater aus Zeitgründen nicht möglich, so kann eine andere
erwachsene Person, z.B. Oma, Opa, Tante, Nachbarin oder Freundin mitkommen.
Zwillingseltern zahlen für das zweite Kind nur einen geringeren Beitrag. Wenn
Sie also mit Ihren Zwillingen kommen möchten, rufen Sie mich an, auch für den
Fall, dass keine zweite Begleitperson vorhanden sein sollte, findet sich
sicher eine Lösung!
12. Kann ich Fotos oder
Videoaufnahmen beim Schwimmen anfertigen?
Sie können gerne während des Schwimmens aufnehmen. Dabei bitte ich Sie aber
keine Nacktaufnahmen von fremden Kindern beim Umziehen anzufertigen.
13.
Verursacht das Schwimmbadwasser Mittelohrentzündung?
Mittelohrentzündung bekommt ein Kind nicht durch in die Ohrmuschel
eingedrungenes Chlorwasser. Durch eine Infektion, beispielsweise Schnupfen und
dadurch verstopfte Nase, kann das Mittelohr nicht genügend belüftet werden;
die Temperatur im Innenohr erhöht sich und dadurch wird der Nährboden für
Bakterien/Viren geschaffen und es kann eine Rötung/Entzündung des Ohres
entstehen . Es gibt natürlich Kinder, die zu gehäuften Mittelohrentzündungen
neigen. Sollten die Eltern trotz dieser Erklärung noch Bedenken haben, können
für die Zeit des Wasseraufenthalts auch Ohrenstöpsel verwendet werden.
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